Kurse und Schreibworkshops

Seit über fünfzehn Jahren biete ich Kurse zum Kreativen Schreiben an. Meine Kurse richten sich an (junge) Erwachsene und bieten etwas für alle Niveaustufen: vom Einstieg ins Schreiben über grundlegende Techniken und die Vertiefung bestimmter Stilmittel und Textsorten bis hin zum Feinschliff beim Lektorieren.

Ich arbeite gern mit Anschauungsbeispielen aus der Gegenwarts- und der Weltliteratur sowie mit kurzen, intensiven Schreibeinheiten von 10-15 Mi­nuten – Teilnehmende sind oft überrascht, was sie in dieser Zeit zustande bringen.

Besonderen Wert lege ich auf eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der Teilnehmende sich und das Schreiben ohne Druck ausprobieren können – sowie auf ein wertschätzendes, konstruktives Feedback, das konkrete nächste Schritte für die weitere Arbeit am Text aufzeigt.

Meine Kurse und Workshops finden und fanden an verschiedenen Institutionen statt, darunter: Akademie für Politische Bildung in Tutzing, Goethe-Institut, Münchner Stadtbibliothek, Münchner Volkshochschule, Stadtbibliothek Gelsenkirchen, Thomas-Morus-Akademie Bensberg.

Eine Auswahl aus meinem Portfolio:

Aktuelle Kurse finden sich in Termine.

Einstiege ins Schreiben

Spielerische Wege zum Schreiben

Spielerisch erkunden wir unterschiedliche Schreibmethoden, z.B. Material sammeln, „automatisches Schreiben“, konzentrierte Wahrnehmung. Konkrete Schreibanregungen tragen dazu bei, den eigenen kreativen Zugang zum Schreiben spielerisch (wieder) zu entdecken. Ziel ist es, die Angst vor dem weißen Blatt loszulassen, Hemmungen vor dem Schreibanfang abzubauen und den Spaß am Schreiben zu erleben. Dabei helfen Übungen, die gemeinsame Kreativität und der Erfahrungsaustausch in der Gruppe. Geeignet für Schreibanfänger:innen.

Mit dem Schreiben beginnen

Eigentlich hat jeder etwas zu erzählen. Warum also nicht den Stift in die Hand nehmen und es aufschreiben? In diesem Seminar wird Ihnen die Angst vor dem ersten Schritt genommen. In Kreativitäts- und Schreibübungen erlernen Sie spielerisch Ihre Fantasie zu entfalten. Nebenbei erfahren Sie Elementares über die Bestandteile von Geschichten: über Figuren, Handlungen und Konflikte. Bitte Papier und Stift mitbringen.

Beim Schreiben bleiben

Sie haben bereits mit dem Schreiben begonnen, arbeiten gerade an einem Projekt oder möchten einfach noch mehr ausprobieren und lernen? In Kreativitäts- und Schreibübungen für fortgeschrittene Anfänger:innen erfahren Sie, wie Sie Figuren besser kennenlernen und Geschichten stimmiger, anschaulicher und spannender erzählen. Bitte Papier und Stift nicht vergessen.

Grundlagen und Techniken

Grundlagen kreativen Schreibens

Was macht einen gelungenen Einstieg aus? Wie gelingen sympathische Figuren und packende Dialoge? Wir widmen uns grundlegenden Techniken und Fragen des literarischen Schreibens: vom ersten Satz und wirkungsvollen Beginn über den Bau einer Szene, das Entstehen von Figuren, die Kunst der Beschreibung und des Dialogs, das Setzen einer Perspektive bis zu kompositorischen Techniken. Übungen und Anschauungsbeispiele machen die Vielfalt literarischer Gestaltungsmöglichkeiten bewusst.

Texten nach Plan: Plotten

Ob Kurzgeschichte oder Roman: Wer schreibt, braucht einen Überblick über Figuren, Handlung und Konflikt. Was treibt Figuren an? Wogegen kämpfen sie? Wie ist der zeitliche Handlungsablauf? Welche Szene ist besonders wichtig? Hier hilft „Plotten“, das systematische Entwickeln eines Handlungsgerüsts – nicht nur für längere Erzähltexte. Schreibblockaden werden so vermieden und gelöst. „Plotten“ lässt Figuren lebendig und Handlung griffig werden.
Geeignet für Schreibprojekte, die ins Stocken geraten sind. Geeignet für Teilnehmende mit und ohne Vorkenntnisse.

Durch die Blume – Vergleiche und Metaphern

Sie würzen einen Text und verleihen ihm einen einzigartigen Geschmack: Vergleiche und Metaphern. Mit ihnen tauchen wir in die Erlebniswelt von Figuren ein, erfassen intuitiv die Atmosphäre einer Szene. Vergleiche und Metaphern ziehen uns in eine faszinierende, eigene Welt, haben aber auch manifeste erzählerische Funktionen (Identifikation, Erzählökonomie, poetische Dimension). Gemeinsam schauen wir uns Beispiele gelungener Vergleiche und Metaphern an, schreiben selbst welche und fragen, wie wir damit unsere Texte bereichern können.

Schreiben nach Vorbildern

Wir betreiben „Werkspionage“: An Lieblingsbüchern schauen wir uns erzählerische Techniken für unser eigenes Schreiben ab. Wie schafft ein Text seinen eigenen Rhythmus? Was macht den Satzbau kunstvoll, die Figurenkonstellation einzigartig? Ziel des Kurses ist es nicht, so zu schreiben wie die „Vorbilder“, sondern verschiedene Techniken auszuprobieren, im eigenen Schreiben neue Wege zu gehen – und sich die Möglichkeiten literarischen Schreibens bewusst zu machen.

Teilnehmenden können vorab einen Ausschnitt aus einem Lieblingstext von maximal einer Buchseite per E-Mail einsenden.

Textsorten

Prosaperlen: Schreiben in Miniaturen

Kurze und kürzeste Prosatexte vollführen ein Kunststück: Sie bringen auf kleinstem Raum etwas auf den Punkt – als Prosagedicht, Skizze, Mini-Drama oder Aphorismus. Doch wie gelingt das? Wir erkunden die Möglichkeiten literarischer Gestaltung anhand von Beispieltexten und schreiben selbst kompakte Prosatexte. Diese eignen sich als Fingerübung für längere Texte, stehen aber auch für sich selbst: als kostbare Prosaperlen.

Noch mehr Prosaperlen: Schreiben in Miniaturen

Kurze und kürzeste Prosatexte vollführen ein Kunststück: Sie bringen auf kleinstem Raum etwas auf den Punkt – als Prosagedicht, Skizze, Mini-Drama oder Aphorismus. Doch wie gelingt das? Wir erkunden die Möglichkeiten literarischer Gestaltung anhand von Beispieltexten und schreiben selbst kompakte Prosatexte. Diese eignen sich als Fingerübung für längere Texte, stehen aber auch für sich selbst: als kostbare Prosaperlen.

Der Kurs setzt die „Prosaperlen“ fort, wendet sich aber auch an Teilnehmende ohne Vorkenntnisse.

Erlebtes und Erfundenes: Autofiktionales Schreiben

Wer autofiktional schreibt, versteht eigene Erfahrungen als Material, wählt aus ihnen aus und verbindet sie mit Erfundenem. So entsteht ein neuer Blick auf sich selbst und die eigene Umgebung. Doch wie viel Nähe und wie viel Distanz sind nötig, wie viel Fakt und wie viel Fiktion? Was macht einen Text, der nah am eigenen Erleben entsteht, für Lesende attraktiv? Wir lernen verschiedene literarische Ansätze kennen und probieren diese schreibend aus. Textausschnitte u.a. von Annie Ernaux, Heinz Helle und Julia Weber bereichern unseren Austausch.

Geeignet für Schreibende, die an einem (autofiktionalen) Projekt arbeiten, ebenso wie für Interessierte, die autofiktionales Schreiben kennenlernen und ausprobieren möchten.

Erzählen als Spiel: Experimentelles Schreiben

Alles wurde schon einmal erzählt – aber noch nicht auf diese Weise. Wie gelingt es einem Text, seine Leser auf radikale Weise zu überraschen? Auf originelle, sinnhafte Weise mit erzählerischen Konventionen zu spielen und diese zu brechen? Ob literarische Montage, Fußnote, (fast) leere Seiten oder Randnotizen und Zeichnungen im Text: Alles ist erlaubt. Das zeigen uns Texte der Gegenwartsliteratur. Wie ein Text (formale) Grenzen ausreizt und über­schreitet und dabei auch witzig und unterhaltsam ist, diskutieren wir an Beispielen aus den vergangenen Jahren (z.B. Mark Z. Danielewski, Reif Larsen, Iris Hanika, Chuck Palahniuk, Marlene Streeruwitz). Übungen regen an, die Bandbreite literarischer Gestaltungs­möglich­keiten auch in eigenen Texten zu nutzen.

Orte entdecken und (be)schreiben

Für diese Kurse gilt: Teilnehmende benötigen keine Vorkenntnisse, sollten aber Lust aufs Schreiben und Neugier aufs (eigene) Viertel mitbringen.

Moosach schreiben – eine Schreibwerkstatt

Der im Münchner Norden gelegene Stadtteil Moosach gehört zu den ältesten Orten der Stadt, bereits im frühen Mittelalter lebten hier Menschen. Heute ist er ein lebendiges Stadtviertel, das ständig wächst. In dieser Schreibwerkstatt erkunden wir Moosach und seine Geschichte, betrachten Vertrautes mit fremdem Blick und schreiben Texte in unterschiedlichen Formaten. Von Lyrik über Kurzprosa bis hin zu biografischen Anekdoten: Alles ist erlaubt!

Der Geschichtsverein Moosach öffnet sein Archiv. In kleinen Exkursionen sammeln wir zudem Material für unsere Texte.

Quartier, Stadt, Fluss: Sendling schreiben

Neugierig wie Feldforschende erkunden wir das Viertel um das HP8, den neuen Gasteig. Wir üben, genau hinzusehen, Vertrautes mit fremdem Blick zu betrachten und Orte, die wir uns aussuchen, in treffenden Worten zu beschreiben. Welche Stilmittel, welche literarische Verfahren eignen sich dafür? Das probieren wir aus und erlernen dadurch eine literarische Technik, die für Krimis genauso interessant ist wie für Reiseliteratur und Gedichte. Von dokumentarisch-nüchtern bis verspielt-literarisch ist alles erlaubt! Nebenbei lernen wir Sendling und seine Geschichte besser kennen.

In Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek im Rahmen der Kulturvermittlung im Gasteig HP8.

Gemeinsam Gelsenkirchen schreiben

Was gibt es in dieser Stadt und den Stadtvierteln zu sehen, zu hören und zu riechen, vielleicht auch zu tasten und zu schmecken, kurz: zu erleben? Und: Welche Erinnerungen verbinden sich mit dem Ort?

Gemeinsam erkunden wir die Stadt, wir beobachten, was ist, und entwickeln Vorstellungen von dem, was einmal sein könnte. So entstehen kurze Texte: Gedichte, Briefe, Kurzgeschichten, autobiografische Anekdoten … alles ist erlaubt!

Zum Schluss können die Teilnehmenden ihre Texte und Lieblingspassagen daraus in einem Studio aufnehmen – und so Material für die musikalisch-literarische Gelsenkirchen-Fantasie „Vom Klang der erträumten Stadt“ erstellen, die zu nächsten Szeniale im August 2024 uraufgeführt wird.

Falls vorhanden, können Erinnerungsstücke wie z.B. Fotos mitgebracht oder vorab per E-Mail geschickt werden.

Textarbeit und Lektorat

Offene Textwerkstatt

Schreiben ist ein einsames Geschäft – in der Konzentration auf sich selbst und den Text liegt eine große Chance, aber auch eine eminente Heraus­forderung. Was tun, wenn die literarischen Figuren sich ganz anders als geplant entwickeln oder ein Projekt einfach feststeckt? Die offene Text­werkstatt bietet Schreibenden ein Forum für ihre Texte. Die Teilnehmenden tragen Passagen aus ihren Projekten vor und erhalten ein unmittelbares Feedback von den erfahrenen Dozenten und der Gruppe. Einzige Voraus­setzung: Empathie und Fairness im Umgang mit fremden Texten!

Bitte anders?! Ein Lektorat

Wie wirkt mein Text auf andere? Was sollte deutlicher werden? Bringen Sie in dieses Lektorat einen eigenen Text mit, an dem Sie weiterarbeiten möchten. In einer vertrauensvollen und konstruktiven Atmosphäre werden Anspruch und Wirkung des mitgebrachten Textes besprochen. Ziel ist es, das „Feilen“am mitgebrachten Text konstruktiv zu begleiten und durch das genaue Lesen (auch der Texte anderer Teilnehmender), den Blick für (eigene) Texte zu schärfen. Geeignet sind sowohl Prosa als auch Lyrik, Drama und andere Formen.

Teilnehmende können vorab einen Text von max. 10 Normseiten als .pdf-Datei per E-Mail einsenden.


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